| Katharina Schroth, die Erfinderin dieser Methode war selbst von Skoliose betroffen. In Selbstversuchen versuchte sie ihren verformten Körper wieder gerade zu bekommen. Damals gab es noch keine spezielle Therapie gegen Skoliose, sie galt als nicht heilbar. Angefangen hat sie mit gezielten Atemübungen, um die eingefallenen Stellen wieder heraus zu atmen. Nach und nach folgten neue Erkenntnisse und zu den Atemübungen kamen stabilisierende Übungen um den gewonnenen Effekt zu halten. |
 |
Ihre Tochter, Christa Lehnert-Schroth entwickelte die Methode weiter. Mit der Zeit erkannte man neue Krümmungsmuster, wie den sogenannten 4. Bogen für deren Korrektur andere, neue Übungen erfunden wurden. Heutzutage gibt es eine Vielzahl an Atemübungen und stabilisierenden Übungen für fast jede Verkrümmung. (Weitere Informationen zur Entwicklung der 3-dimensionalen Skoliosetherapie erhalten sie unter www.schroth-skoliosebehandlung.de). |
| Das Prinzip der Methode Schroth liegt in der Weitung der eingefallenen Stellen durch Dehnung und gezielte Atmung, sowie der Stabilisierung des Korrektureffektes durch asymmetrische Kräftigungsübungen. Zur Unterstüzung der aktiven Korrektur werden von ausgebildeteten Schroththerapeuten sogenannte Drehschiebegriffe eingesetzt. Weiterhin werden verschiedenste Hilfsmittel, z.B. Gurt und Stäbe, eingesetzt, um einen optimalen Korrektureffekt zu gewährleisten. |
 |
 |
Im Bereich der Skoliosebehandlung setzte in nachfolgender Zeit Dr. H.R. Weiß, Enkel der verstorbenen Katharina Schroth sowie bis Ende 2008 ärztlicher Leiter der Asklepios Katharina Schroth Klinik, Maßstäbe. Durch die Einführung des Physiologic-Prinzips wird der 3-dimensionale Aspekt der Therapie noch einmal verstärkt. Hierbei geht es um die Beachtung und Korrektur des sagittalen Profils, der seitlichen Ansicht der Wirbelsäule. Die Entwicklung einer pathophysiologischen Schwingung der Wirbelsäule kann in jungen Jahren ein erstes Indiz auf die Entwicklung einer Skoliose sein. |
Die Klinik wird seit Mitte 2009 von Dr. K. Steffan weitergeführt. Dr. Weiß hat sich im "Gesundheitsforum Nahetal" als selbstständiger Orthopäde niedergelassen und arbeitet dort neben der täglichen Sprechstunde weiter an seinem neuesten Projekt "3D-made easy". Dabei geht es um die Vereinfachung der sehr komplexen Schroth-Übungen zur Verbesserung der Skoliosen.
Textquellen:
Christa Lehnert-Schroth (2000). Dreidimensionale Skoliosebehandlung. München: Urban & Fischer Verlag.
Weiß, H.R. / Rigo, M. (2003). BefundgerechtenPhysiotherapie bei Skoliose. München: Plaum Verlag.