Da die Skoliose eine Wirbelsäulendeformität mit fortschreitendem Verlauf darstellt, ist eine Stabilisierung oder Reduzierung der Verkrümmung das vorrangige Ziel der Behandlungsmethoden. Die Behandlungsmöglichkeiten einer Skoliose setzen sich aus verschiedenen Maßnahmen zusammen. Je nach Ausmaß und Verschlechterung der Skoliose greifen die Therapiemöglichkeiten in- und hintereinander.
Tritt die Skoliose im Kleinkindalter auf, sollte zunächst mit der Vojta-Therapie begonnen werden. Dies ist eine Methode bei der die Patienten passiv bleiben und von außen durch bestimmte Reize Reflexmuster ausgelöst werden. Dadurch kann z.B. die automatische Steuerung der Körperhaltung unterstützt werden. Auf ärztliche Verordnung können Sie Vojta von einem dafür ausgebildeten Physiotherapeuten durchführen lassen.
Ca. ab dem 5. Lebensjahr kann damit begonnen werden, die Kinder an eine skoliosespezifische Rückenschule heran zu führen. Die Kinder können jetzt schon lernen, wie sie sich im Alltag verhalten sollten. Je jünger die Kinder sind, desto einfacher ist es, sie an bestimmte Verhaltensweisen zu gewöhnen. Dies kann z.B. sein: sich beim Spielen links neben die Fersen zu setzen, anstatt rechts; mit dem linken Bein aufstehen, anstatt mit dem rechten...
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Ca. ab dem 7. Lebensjahr ist es den Kindern möglich, die sehr komplexe Gymnastik nach Katharina Schroth zu erlernen. Diese Methode setzt eine Eigenaktivität des Kindes sowie einen bestimmten motorischen und kognitiven Entwicklungsstand voraus. Weitere Informationen zu dieser Behandlungsmethode erhalten sie hier.
Überschreitet die Skoliose im Wachstumsalter eine bestimmte Gradzahl sollte man nicht davor zurückschrecken, sein Kind mit einem Korsett versorgen zu lassen. Zum Einen lenkt das Korsett das Wachstum der Wirbelsäule während der Wachstumsschübe. Zum Anderen korrigiert es die Skoliose in der Verdrehung und der Verkrümmung in einem Ausmaß, wie es aktiv nicht möglich ist. über die Notwendigkeit einer Korsettversorgung entscheidet allein der Arzt.
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Bringen die oben genannten Maßnahmen keinen ausreichenden Erfolg und die Verschlechterung der Skoliose lässt sich nicht aufhalten bzw. überschreitet eine bestimmte Gradzahl muss über eine wirbelsäulenversteifende Operation nachgedacht werden. Diese sollte man in Krankenhäusern vornehmen lassen, die sich darauf spezialisiert haben. Bei der Operation wird ein Instrumentarium, z.B. ein mit Schrauben befestigter Stab zur Korrektur der Wirbelsäule eingesetzt. Je nach Klinikum und Operateur werden auch hierbei verschiedene Methoden angewandt. Weitere Informationen und Links zu diesem Thema erhalten Sie unter www.skoliose-op.info
Was Skoliofit zu diesem Thema beiträgt erfahren Sie hier.




